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Foto: Eisteich und späterer Sportplatz anno 1939

Auf dem Areal des heutigen Sportplatzes befand sich zu dieser Zeit ein von der Gemeinde errichteter Eisteich. Zu diesem Zweck war ein ca. 1 Meter hoher Damm aufgeschüttet und so der vorbeiführende Pfaffenbach aufgestaut. Die Sumpfwiese wurde dadurch überschwemmt und die in den Wintermonaten entstandene Eisfläche wurde zum Eislaufen genutzt. Doch viel wichtiger für die damaliger Zeit war, dass so Eisblöcke für das Kühlen von Getränken gebrochen werden konnten.

Die Neuhauser Jugend hatte es wie angeführt zu dieser Zeit recht schwer. Da die Neuhauser Gemeinde keinen entsprechenden Platz für das Ausüben des Fußballsportes zur Verfügung stellte, jagte man auf einer Wiese, nächst der heutigen Hauptschule, welche im Besitze der Familie Schrollenberger war, dem runden Leder nach. Doch speziell im Sommer, zur Heuzeit, waren Probleme mit dem Besitzer unweigerlich, sodass diese Vereinbarung verständlicherweise von nicht recht langer Dauer war.

Ganz anders war zu dieser Zeit die Situation in Minihof-Liebau. Dort war man mehr oder weniger Ende der 50iger Jahre schon vereinsmäßig strukturiert und stand kurz vor der Vereinsgründung. Die aus-getragenen Spiele endeten nicht häufig mit Kantersiegen der Nachbargemeinde. Ergebnisse von 15:0 für Liebau waren keine Seltenheit.

Doch warum es dann doch nicht zu einer Gründung in Liebau kam, soll unter anderem einer besonderen Episode zuzuschreiben sein.

So erzählt man sich mit einigem Schmunzeln in Neuhaus, dass zur damaligen Zeit ein Zöllner das Kassieramt in Liebau ausgeübt hätte. Doch über Nacht sei dieser Zöllner in den Norden versetzt worden und mit ihm hätte auch die Vereinskasse die Ortschaft gewechselt. Schlussendlich soll der geschilderte Vorfall maßgeblich für das Scheitern der Vereinsgründung in Minihof-Liebau mitgetragen haben.

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In Neuhaus sollte sich zwischenzeitlich alles zum Guten wenden. Anfang der 60iger Jahre wurden dazu die Weichen gestellt. Ein glücklicher Zufall sollte mithelfen. Anfang 1960 kamen einige Vermessungstechniker nach Neuhaus. Diese Herren hatten in Bonisdorf Unterkunft genommen und in ihrer Freizeit, da es sich um aktive Vereinsfußballer gehandelt hatte, Fußball gespielt. Mehr und mehr schloss sich die Bonisdorfer Jugend folglich den Vermessungstechnikern an und fand immer mehr Gefallen am Fußballsport. Aber was noch viel wichtiger war, beinahe der gesamte Ortsteil fand reges Interesse am Fußball, sodass kurzerhand unterhalb des Buschenschankes Koller in Bonisdorf ein Fußballplatz errichtet wurde. Und dies war mehr oder weniger die Geburtsstunde des USV Neuhaus, denn aufgrund der geschilderten Probleme mit der Bereitstellung eines geeigneten Platzes in Neuhaus zog es mehr und mehr die Neuhauser Jugend nach Bonisdorf. Vor allem die auf dem Bonisdorfer Platz ausgetragenen Duelle gegen die "Steirer", vorrangig die Neustifter, wurden zur Legende.

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Foto: Sportplatz Bonnisdorf anno 1961

Neuhaus - Neustift 6:1

hinten:
Wagner G., Laposcha K., Csaszar H.,
Braunstein W., Hafner A.

mitte:
Grabner R., Hafner R., Lang J., Schardl E.

vorne:
Keglovits E., Rechberger

Es handelt sich dabei um das älteste Foto vom
Sportverein bzw. deren Vorreitern

 

Raika        Gernot     Wagner   Zieger           Aktiv Praxis Altenhof

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